Multi-Koordinaten-Ansicht zur Visualisierung von Kernkollaps-Supernovae

Bild: S. Boblest (VISUS), T. Müller (HdA/MPIA), T. Melson (MPA)

Supernova-Simulationen werden aufgrund der inhärenten sphärischen Symmetrie des Problems und auch deshalb häufig in sphärischen Koordinaten durchgeführt, weil dies die Auflösung feiner Details in der Nähe des Explosionszentrums ermöglicht. Die direkte Volumendarstellung dieser in kartesische Koordinaten transformierten Datensätze ergibt visuell ansprechende Visualisierungen. Aufgrund der sehr hohen Auflösung im Zentrum der Simulationsdomäne sind die Details jedoch schwer zu verfolgen. Außerdem entsprechen viele physikalische Phänomene, die von Interesse sind, sehr scharf lokalisierten Regionen in der Simulationsdomäne. Für solche Situationen ist die Verwendung von Isoflächen eine sinnvolle Alternative.

Wir haben eine isoflächen-basierte Visualisierung für die detaillierte visuelle Untersuchung von hochauflösenden, multivariaten astrophysikalischen Simulationen entwickelt. Verschiedene verknüpfte Koordinatendarstellungen helfen, feine Strukturen nahe dem Zentrum der Simulationsdomäne sowie Strukturen, die von der sphärischen Symmetrie und der zeitlichen Entwicklung der Strukturen abweichen, zu identifizieren. Um die interaktive Erkundung der Daten zu erleichtern, können in jeder der Koordinatendarstellungen Ausschnittgeometrien definiert werden, die dann an jede andere Ansicht übermittelt werden.

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