Faszination Mondoberfläche – Erkundungstour auf dem „7. Kontinent“

Die populäre Wendung „Sonne, Mond und Sterne“ könnte in dieser Abfolge wegen der himmlischen Dominanz dieser Objekte entstanden sein. Nicht ohne Grund kommt der Mond gleich nach der Sonne auf Position zwei. Er liefert uns durch sein Phasenspiel ein Zeitmaß, im Finsternis-Geschehen ist er unerlässlich und hinsichtlich der Gezeiten hauptverantwortlich. Doch auch sein Aussehen beeindruckt die Menschen schon immer.
Durch seine kosmische Nähe sind wir in der Lage, schon mit bloßem Auge Details der Mondoberfläche wahrzunehmen und schon beim Blick durch ein einfaches Fernrohr tut sich eine bizarre Landschaft auf. Durch seine relativ geringe Entfernung ist es uns auch möglich, den Mond mit Raumfahrzeugen zu besuchen. Beiträge zur vergangenen und zukünftigen Mondraumfahrt im aktuellen SuW-Heft vermitteln dazu interessante Einblicke.
Im Kern des folgenden WIS-Beitrags steht eine Gruppentour über die Mondoberfläche mit den Augen auf einer Karte und im Fernrohrsehfeld. Die Route verläuft über Orte (Stationen) mit verschiedenen Oberflächenmerkmalen, die fächerverknüpfend erschlossen werden. Auch zwei Apollo-Landeorte sind dabei. An jeder Station hat eine andere Teilgruppe (als Spezialisten) die Aufgabe, der Klasse die ersichtliche Mondformation samt Zusammenhangsinformation auf verschiedene Art und Weise nahezubringen (Lernen durch Lehren).

Autor: Olaf Fischer

Stichworte: Kleinkörper, Mechanik, Optik, Raumfahrt, Unterrichtsmittel, Kompetenzen, Astropraxis

Zielgruppen: 8.-10. Klasse, Kursstufe

Dauer: -

Lernziele: Volumenberechnung, Recherchieren, Präsentieren, Anleiten, Lehren, Gruppenprojekt mit verteilten Verantwortlichkeiten, Schüler in Spezialistenrollen, Lernen durch Lehren

Mondkarte mit eingezeichneter Route. Die verwendete Karte wurde aus Aufnahmen von Mondregio- nen verschiedener Teleskope hergestellt. Die orthografi- sche Kartenprojektion (die Projektionsstrahlen sind paral- lel zueinander) zeigt den Mond so, wie er am Himmel für das bloße Auge oder im Fernrohr erscheint (d. h., mit grö- ßer werdendem Abstand von der Mondscheibenmitte wächst die perspektivische Verzerrung).

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