Kosmologie in der Krise?

Faszination Astronomie

  • Datum: 16.07.2026
  • Uhrzeit: 19:00
  • Vortragender: Prof. Dr. Matthias Bartelmann (Institut für Theoretische Physik (ITP), Universität Heidelberg)
  • Ort: Haus der Astronomie
  • Raum: Klaus-Tschira-Auditorium
  • Gastgeber: Haus der Astronomie
  • Kontakt: sekretariat@hda-hd.de
  • Rubrik: Gesprächs- und Diskussionsformate, Vorträge
Foto: NASA, ESA, CSA und STScI Erste veröffentlichte Aufnahme des James-Webb-Weltraum-Teleskops, veröffentlicht am 11. Juli 2022. Die als „Webb’s First Deep Field“ bezeichnete Aufnahme zeigt den Galaxienhaufen SMACS J0723.3-7327 sowie die durch seinen Gravitationslinseneffekt sichtbaren Objekte dahinter.

Unser modernes physikalisches Weltbild, das kosmologische Standardmodell, zeichnet sich dadurch aus, dass es auf nur drei einfachen Annahmen beruht. Trotzdem stellt es einen Rahmen zur Verfügung, in dem so gut wie alle kosmologischen Beobachtungen unterkommen. Der Preis dafür ist, dass dieses Modell nicht ohne dunkle Materie und dunkle Energie auskommt. Nun zeigen einige Beobachtungen Ergebnisse, die das kosmologische Standardmodell in Frage zu stellen scheinen. Ist das wirklich so?

Der Vortrag wird damit beginnen, wie physikalische Weltmodelle aufgebaut werden können und wie die Physik überhaupt bei der Beschreibung beobachtbarer Phänomene vorgeht. Dann wird er erläutern, auf welche Phänomene sich das kosmologische Standardmodell stützt, wie es sie erklärt, welche Vorhersagen daraus folgen und wie diese wieder anhand anderer Phänomene überprüft werden. Schließlich wird er darauf eingehen, welche Beobachtungen als widersprüchlich angesehen werden und ob das Modell dadurch wirklich in eine Krise geraten ist.

Prof. Dr. Matthias Bartelmann ist seit 2003 Professor am Institut für Theoretische Physik (ITP) der Universität Heidelberg. Im Rahmen seiner Forschung beschäftigt er sich vor allem mit kosmologischen Fragen, insbesondere mit der Entstehung und Entwicklung kosmischer Strukturen.

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