Astronomie in Heidelberg - unser Fenster zum Weltall

Pop-Up Science Projekt in der Heidelberger Altstadt

Haben Sie das „Schaufenster zum Weltall“ bei einem Adventsbummel in der Altstadt schon entdeckt? Das Format „Pop-up Science“ setzt die Heidelberger Wissenschaft neu in Szene. Im ersten Projektdurchlauf präsentieren sieben Heidelberger Institute ihre Arbeit aus dem Feld der Astronomie.

Das Ladenlokal des Pop-Up-Science Projektes in der Heidelberger Altstadt

Die astronomische Wissenschaft ist seit fast 500 Jahren in Heidelberg verankert. 1609 wurde hier Keplers Astronomie Nova gedruckt, und Kirchhoff und Bunsen konnten 1859 mit ihrer neuentdeckten Spektralanayse die Bestandteile der Sonne bestimmen.

Mit sieben astronomischen Instituten ist Heidelberg heute ein international vernetztes Zentrum der Astronomie und Astrophysik und betreibt Spitzenforschung auf höchstem Niveau.

 

Heidelberg ist eine Stadt der Wissenschaft. Vor allem in der Altstadt, durch die so viele Heidelberger und Touristen täglich gehen, verstecken sich hinter vielen Türen Orte der Wissenschaft. Dass die Wissenschaft in Heidelberg sich aber nicht verstecken muss, zeigen die vielen Auszeichnungen und Errungenschaften Heidelberger Wissenschaftler. Aber was genau wird in Heidelberg erforscht? Viele der Institutionen bieten der interessierten Öffentlichkeit Möglichkeiten, sich bei Veranstaltungen und Tagen der offenen Tür zu informieren. Um die Wissenschaft einem noch breiteren Publikum zugänglich zu machen, wird mit dem neuen Format „Science in the City – Pop-up Science“ die Heidelberger Wissenschaft in Leerstände in der Innenstadt gebracht. Das hat gleich mehrere positive Effekte: Zum einen wird ein leerstehendes Ladenlokal temporär genutzt und trägt zur Attraktivität der Innenstadt bei, zum anderen können Heidelberger Institute und ihre Forscherinnen und Forscher zeigen, an was sie arbeiten – und das einmal in einem ganz anderen Rahmen.

Das Schaufenster zum Weltall

Die ehemalige Galerie in der Hauptstraße 106 beim Theaterplatz erstrahlt zurzeit nicht nur aufgrund der Vorweihnachtszeit in Sternenglanz. Wissenschaftler aus sieben Institutionen, die sich mit Astronomie beschäftigen, haben sich mit dem Amt für Wirtschaftsförderung und Wissenschaft und dem Dezernat 16 zusammengeschlossen und bilden das Pilotprojekt für Pop-up Science. Die wissenschaftlichen Projektpartner sind das Max-Planck-Institut für Astronomie, das Max-Planck-Institut für Kernphysik, das Zentrum für Astronomie und das Institut für Theoretische Physik der Universität Heidelberg, das Heidelberger Institut für Theoretische Studien (HITS), der Sonderforschungsbereich SFB 881 „Das Milchstraßensystem“, sowie das Haus der Astronomie.

Die großflächigen Schaufenster bieten einen atemberaubenden Blick ins Innere mit hochauflösenden Fotografien aus dem Weltall und geben mit informativen Texten Einblick in die Forschung, die in Heidelberg dazu betrieben wird. Oder wussten Sie schon, dass Heidelberger Technik im neuen James-Webb-Weltraumteleskop steckt? Haben Sie schon mal einen echten Meteoriten anfassen können? Wissen Sie, wie man Exoplaneten finden kann? Oder dass Sternenbilder in der Dreidimensionalität ganz anders aussehen als am Nachthimmel?

Aufgrund der aktuellen Pandemielage sind leider keine Besuche im Ladenlokal in der Hauptstraße 106 möglich, aber vorbeischauen lohnt sich trotzdem!

 

Wenn sie nun Appetit auf noch mehr Informationen zur Geschichte der Astronomie in Heidelberg oder den aktuellen Forschungsinhalten bekommen haben, können wir Ihnen Lektüre zum Weiterlesen empfehlen:
 

Astronomische Streifzüge durch Heidelberg
(Dietrich Lemke und Thomas Henning)
Morio Verlag
ISBN 978-3-945424-90-2

Universum für Alle
Joachim Wambsganß
Springer Verlag
ISBN: 978-3-662-56002-0

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