IAU Office of Astronomy for Education startet zweiten Astrofoto-Wettbewerb

20. April 2022

Das Office of Astronomy for Education (OAE) freut sich, die zweite Runde seines Astrofoto-Wettbewerbs anzukündigen, der gemeinsam mit dem OAE-Zentrum Italien als Ko-Sponsor ausgerichtet wird. Nach dem Erfolg des ersten Wettbewerbs im vergangenen Jahr möchte das OAE seine grundlegende Sammlung hochwertiger Bildungsmaterialien für Astronomiepädagog*innen auf der ganzen Welt weiter vergrößern.

Astronomie ist ein mächtiges Werkzeug, um Schüler*innen und die breite Öffentlichkeit für die Wissenschaft zu begeistern, da sie interdisziplinär ist und Grundfragen z. B. über unsere kosmischen Ursprünge und die Erde als unseren Heimatplaneten anstößt - Astronomie dient als Einstieg in die MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik).

Sie sind Astrofotograf*in und würden gerne astronomische Bildungsarbeit unterstützen? Dann ist dieser Wettbewerb, bei dem Sie in den Kategorien „Weitfeld-Himmelsaufnahmen“ und „Zeitraffervideos, die die Bewegung des Sternhimmels dokumentieren“ Bilder und Videos einreichen können, genau das Richtige für Sie. Die Bilder und Videos sollten großflächige Strukturen am Nachthimmel zeigen, die mit dem bloßen Auge sichtbar sind und denen eine kulturelle Bedeutung zukommt. Solche Strukturen können vielfältig sein und ausgedehnte Sterngruppen, Sternbilder, größere Dunkelwolken, helle diffuse Muster und einzelne Sterne mit ihrem weiteren Umfeld umfassen. Es steht Ihnen frei, sowohl die von der IAU offiziell anerkannten Sternbilder als auch nicht von der IAU anerkannte Sternbilder zu berücksichtigen. Gesucht sind insbesondere auch Aufnahmen von historischen und zeitgenössischen indigenen Strukturen am Nachthimmel aus verschiedenen Kulturen auf der ganzen Welt.

Der diesjährige Wettbewerb läuft bis zum 12. Juni 2022 um 12 Uhr MEZ. Die Einsendungen werden von einer internationalen Jury aus Astrofotograf*innen und Personen aus der astronomischen Bildungsarbeit bewertet, die neben ästhetischen und technischen Kriterien auch den pädagogischen Wert jedes Beitrags im Kontext des Unterrichts an Grund- und weiterführenden Schulen sorgfältig prüfen wird. Im pädagogischen Kontext bietet es sich an, Strukturen am Himmel als Weitwinkelaufnahmen mit ihrem Umfeld zu zeigen, in dem auch andere helle Sterne oder Sternbilder als Referenz sichtbar sind, bzw. mit einer Landschaft im Vordergrund („Nightscapes“). Ein Bild kann mehr als ein Sternbild und andere Strukturen am Himmel zeigen.

Die Urheber*innen der ausgezeichneten Beiträge erhalten Geldpreise und die Beiträge werden als frei verfügbare Bildungsmaterialien (engl. Open Educational Resources, kurz OER) unter anderem Lehrkräften und Lernenden weltweit zur Verfügung gestellt. In der Kategorie „Zeitraffervideos, die die Bewegung des Sternhimmels dokumentieren“ werden für die erst-, zweit- und drittplatzierten Beiträge werden Geldpreise in Höhe von 750 €, 500 € und 250 € ausgelobt. In der Kategorie „Weitfeld-Himmelsaufnahmen“ werden bis zu 30 Beiträge mit je 250 € prämiert. Alle prämierten Beiträge werden in der OAE-Sammlung für astronomische Bildungsmaterialien und im IAU-Bildarchiv unter der internationalen Creative-Commons-Attribution-(CC BY)-4.0-Lizenz veröffentlicht (das Urheberrecht an den Bildern verbleibt jedoch bei den Fotograf*innen). Darüber hinaus werden alle Teilnehmer*innen ermutigt, uns zu erlauben, ihre Beiträge unter einer Creative-Commons-CC-BY-4.0-Lizenz zu veröffentlichen, auch wenn sie keinen Preis erhalten, solange die Bilder und Videos von der Jury als pädagogisch wertvoll eingestuft werden.

Weitere Informationen über die Wettbewerbsregeln (auf Englisch) und das Einreichungsverfahren finden Sie auf der Webseite des Wettbewerbs (auf Englisch).


Weitere Informationen
Die IAU ist die internationale astronomische Organisation, die mehr als 12 000 aktive Berufsastronomen aus mehr als 100 Ländern weltweit vereint. Ihre Aufgabe ist es, die Astronomie in all ihren Aspekten, einschließlich Forschung, Kommunikation, Bildung und Entwicklung, durch internationale Zusammenarbeit zu fördern und zu schützen. Die IAU ist auch die international anerkannte Autorität für die Vergabe von Bezeichnungen für Himmelskörper und deren Oberflächenmerkmale. Die IAU wurde 1919 gegründet und ist der weltweit größte Berufsverband für Astronomen.

Das IAU-Office of Astronomy for Education ist im Haus der Astronomie (HdA) untergebracht, das vom Max-Planck-Institut für Astronomie geleitet wird. Die Aufgabe des OAE besteht darin, die Astronomieausbildung durch Astronomieforscher und -pädagogen zu unterstützen und zu koordinieren, die sich an Grund- und Sekundarschulen weltweit richtet. Dass die HdA das OAE beherbergt, wurde durch die Unterstützung der deutschen Stiftungen Klaus Tschira Stiftung und Carl Zeiss Stiftung ermöglicht.

Das OAE wird von einem wachsenden Netzwerk von OAE-Zentren und OAE-Knotenpunkten unterstützt, die zusammenarbeiten, um globale Projekte zu leiten, die im Rahmen des Netzwerks entwickelt wurden. Die OAE-Zentren und -Knotenpunkte sind: das OAE-Zentrum China-Nanjing, das vom Beijing Planetarium (BJP) betrieben wird; das OAE-Zentrum Zypern, das von der Cyprus Space Exploration Organization (CSEO) betrieben wird; das OAE-Zentrum Ägypten, das vom National Research Institute of Astronomy and Geophysics (NRIAG) betrieben wird; das OAE-Zentrum Indien, beherbergt vom Interuniversitären Zentrum für Astronomie und Astrophysik (IUCAA); das OAE-Zentrum Italien, beherbergt vom Nationalen Institut für Astrophysik (INAF); der OAE-Knoten Republik Korea, beherbergt von der Koreanischen Astronomischen Gesellschaft (KAS); der OAE-Knoten Nepal, beherbergt von der Nepalesischen Astronomischen Gesellschaft (NASO).


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