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Nielbock, Markus
Markus Nielbock
Wissenschaftl. Mitarbeiter, HdA
Telefon: +49 6221 528-134
Raum: H-509
Dr. Cecilia Scorza
Dr. Cecilia Scorza
Koordinatorin für Schulkontakte und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon:+49 89 2180-6147

Ludwigs-Maximilians-Universität, München

LMU - Fakultät für Physik

EU Space Awareness

„EU Space Awareness“, ein Bildungsprogramm für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen.
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Das Haus der Astronomie beteiligte sich an dem Bildungsprojekt „EU Space Awareness“ (kurz: EUSPACE-AWE), das von der Europäischen Union von März 2015 bis Februar 2018 im Rahmen des Programms „Horizont 2020“ mit 2 Millionen Euro gefördert wurde. Das Haus der Astronomie war eins der 10 teilnehmenden Institute und 15 Netzwerkpartner in 17 europäischen Ländern und Südafrika. Das Projekt wurde von der Universität Leiden in den Niederlanden geleitet.

Das Bildungsprogramm nutzt die Faszination des Themas „Weltraum“, um Kinder und Jugendliche für Wissenschaft und Technologie zu begeistern. Das Programm soll ebenso ein globales Zusammengehörigkeitsgefühl und das Umweltbewusstsein fördern. Als Fernziel möchte man letztendlich die Anzahl der jungen Menschen steigern, die sich für eine berufliche Laufbahn entscheiden, die sich entweder wissenschaftlich oder technologisch mit dem Weltraum befasst.

links: K&uuml;nstlerische Darstellung des Satelliten Sentinel 1 aus dem Copernicus-Programm.<br />rechts: K&uuml;nstlerische Darstellung des Galileo-Netzwerks. Bild vergrößern
links: Künstlerische Darstellung des Satelliten Sentinel 1 aus dem Copernicus-Programm.
rechts: Künstlerische Darstellung des Galileo-Netzwerks.

ESA-Weltraumprogramme werden als Beispiele für die Vielfalt der Themen genutzt, wobei ein besonderer Fokus auf die Projekte „Copernicus“ und „Galileo“ gerichtet ist.

Am Haus der Astronomie wurden insgesamt 44 neue Unterrichtsmaterialien entwickelt. Davon entfallen 15 auf das Schwerpunktthema „Unser zerbrechlicher Planet“. Hier wird in jeweils aufeinander aufbauenden Einheiten das Klima und der Klimawandel beleuchtet. Zudem wurde ein Experimentierkasten entwickelt, der mit leicht und kostengünstig zu beschaffenden Materialien die Arbeitsmaterialien komplettiert. Dieser „Klimakoffer“ kann anhand einer Vorlage selbstständig zusammengestellt werden.

Ein Demonstrationsmodell des Klimakoffers. Bild vergrößern
Ein Demonstrationsmodell des Klimakoffers.

Ein weiterer Themenkomplex stellt die „Geschichte der Navigation“ dar. Fünf Lehrmaterialien stellen die Entwicklung der Himmelsnavigation von der Bronzezeit über das Mittelalter bis zu den modernen Methoden der Satellitennavigation vor. Sie sind so konzipiert, dass die Kinder und Jugendlichen möglichst interaktiv diese Methoden selbst begreifen und anwenden.

Ein Demonstrationsmodell des Experimentiersets zur Reise der astronomoischen Ideen. Bild vergrößern
Ein Demonstrationsmodell des Experimentiersets zur Reise der astronomoischen Ideen.

Eine dritte Sammlung von Unterrichtsmaterialien genannt „Die Reise der astronomischen Ideen“ beschreibt in 24 Aktivitäten die Entwicklung der Astronomie als eine Reise zwischen den Zivilisation. Sie beginnt im antiken Babylon und beleuchtet wichtige Erfindungen während der Blüte von Zivilisationen wie dem antiken Ägypten, Griechenland sowie dem Goldenen Zeitalter des Islams, um so die bislang meist vernachlässigte Gruppe der Migranten mit einzubeziehen. Ein Handbuch sowie ein Experimentierkasten runden die Sammlung ab.

EUSPACE-AWE wird in die bereits bestehenden Aktivitäten des HdA wie beispielsweise Lehrerfortbildungen und Workshops eingebettet. Wir nutzen ebenso Synergien mit bereits am HdA etablierten Bildungsprogrammen wie UNAWE.

Alle Materialien wurden durch Fachleute aus Wissenschaft und Didaktik begutachtet und werden auf dem Portal der Internationalen Astronomischen Union (IAU) für Bildungsmaterialien, AstroEDU, veröffentlicht. Sie sind kostenlos verfügbar und können für den jeweiligen Unterricht angepasst und verändert werden. Die meisten Materialien existieren derzeit in englischer Sprache. Kontaktieren Sie uns für eine deutsche Version.

Externe Mitarbeiter

Dr. Hassane Dahrmaoui, Al Akhawayn Universität, Ifrane, Marokko

Rajae Saidi, Ecole Maternelle chez Le Mûrier, Ifrane, Marokko

Prof. Dr. Harald Lesch, Ludwigs-Maximilians-Universität, München

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