So war der Girls‘ Day 2025 auf dem MPIA-Campus
Am 3. April 2025 boten das Haus der Astronomie (HdA) und das Max-Planck-Institut für Astronomie (MPIA) einen Girls'Day für Schülerinnen ab Klasse 8 an. Das Programm dauerte von 8:45 bis 16:15 Uhr.
Es gab die Möglichkeit, in die technischen Abteilungen des MPIA hineinzuschnuppern oder im Haus der Astronomie zu erfahren, wie Astronom*innen heutzutage arbeiten.
Wie arbeitet eigentlich eine Astronomin?
Am Girls‘Day im Haus der Astronomie ging es darum, einen Eindruck zu erhalten, wie Astronom*innen heutzutage arbeiten. Dazu verwendeten wir Daten von ferngesteuerten Teleskopen auf der anderen Seite der Erde. Es wurde gezeigt, wie die aufgenommenen Daten so bearbeitet werden, dass daraus schöne Bilder entstehen und man etwas über die beobachteten Objekte lernen kann. Die dabei entstandenen Bilder durften die Teilnehmerinnen mit nach Hause nehmen.
Elektronik für Teleskope
Um das Weltall zu erkunden, benutzen Astronom*innen ganz verschiedene Teleskope. Diese Teleskope müssen dabei hohe Belastungen ertragen können und trotzdem in der Lage sein, die weit entfernten Objekte im Universum sehr genau abzubilden. Manche dieser Teleskope werden dafür sogar ins All geschossen! Um das zu gewährleisten, müssen sowohl die Mechanik wie auch die verbaute Elektronik in diesen Teleskopen sehr sorgfältig und extrem genau produziert werden. Am Max-Planck-Institut für Astronomie gibt es daher mehrere Werkstätten, die die Astronom*innen bei der Entwicklung neuer Teleskope unterstützen. Am Girls‘ Day bekamen die Mädchen einen Einblick in die hochinteressante und anspruchsvolle Arbeit in der Elektronik. Sie lernten verschiedene Bauelemente kennen, bestimmten deren Eigenschaften löteten schließlich eine Schaltung daraus.
Konstruktion und feinmechanische Werkstatt
Die Teilnehmerinnen erstellten ein computergestütztes 3D-Modell für eine kombinierte Baugruppe aus Metall und Kunststoff: Auf einem Spezialcomputer der Konstruktion wurde nach einer kurzen Einführung zur Bedienung ein virtuelles Modell einer Baugruppe erstellt. Im Anschluss wurde dieses 3D-Modell dann in der feinmechanischen Werkstatt gefertigt werden. Dabei kam auch ein 3D-Drucker für die Erstellung der Kunststoffteile zum Einsatz.
Instrumentierung
Um Sterne und andere Objekte im Himmel zu beobachten, brauchen Astronom*innen Teleskope. Mit den Teleskopen werden Instrumente verbunden. Diese Instrumente sind sehr besonders: Sie beinhalten z.B. optische Elemente, sehr genaue Positioniermechanismen und Detektoren. Alles wird mit spezieller Software und Elektronik gesteuert, und manche müssen auch tiefe Temperaturen überleben. Am Girls‘ Day haben sich die Teilnehmerinnen mit verschiedenen Komponenten von solchen Instrumenten beschäftigt. Anhand einer kleine Demo mit flüssigem Stickstoff untersuchten sie die Eigenschaften von verschiedenen Materialen bei Tieftemperaturen und bei Raumtemperatur. Im Anschluss durften sie verschiedene Komponenten steuern und erforschen, um diverse präzise Messungen durchzuführen.
Zum Abschluss des Tages gab es für die Teilnehmerinnen aller Angebote auf dem MPIA-Campusim im Planetarium des HdA einen Ausflug ins Universum und zu den Himmelsobjekten, welche die Mädchen im Angebot „Wie arbeitet eigentlich eine Astronomin?“ beobachtet hatten.
Die Betreuerinnen und Betreuer, welche den Girls‘Day mit den Mädchen auf dem Campus verbringen durften, hatten viel Spaß und hoffen, dass die Teilnehmerinnen viele gute Erinnerungen behalten und vielleicht einmal einen der gezeigten Wege einschlagen werden.
Mehr allgemeine Informationen zum Girls‘Day am HdA/MPIA gibt es hier.
