Explore Science 2021 – Chemie und die Sterne
 

14. Oktober 2021

Vom 6.-9. Oktober fanden – nach einem Jahr pandemiebedingter Pause – in diesem Jahr wieder die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science im Mannheimer Luisenpark statt. Das Haus der Astronomie und die Astronomieschule e.V. waren mit einem Stand für Grundschulkinder und einem Vortrag für Schüler*innen der weiterführenden Schulen dabei.

Das Grundschulzelt mit seinen vier Stationen

An insgesamt 22 Mitmachstationen, einer interaktiven Chemie-Ausstellung, Vorträgen unter freiem Himmel und mehreren Workshopangeboten gab es für Kinder und Jugendliche vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe viele Aktivitäten rund um das Thema „Chemie“ zu entdecken. Dank eines konsequenten Hygienekonzepts und der Kartenreservierung im Vorfeld konnten rund 8000 Besucher wieder etwas von dem Spirit der vergangenen Explore Science Events genießen. Bei gutem Wetter nutzten vor allem viele Familien den Samstag für einen Besuch.

Grundschulstand: Die Station im Grundschulbereich des Parks stand unter dem Titel „Der Stoff, aus dem die Sterne sind“ und war als „Escape-Room“ angelegt. Vier Rätsel rund um die Entstehung der Elemente im Innern von Sternen steuerten Ziffern zu einem Lösungscode bei, der das Zahlenschloss am Zeltausgang dann schließlich öffnete.

Mit jeweils maximal sieben Kindern starteten Natalie Fischer und Esther Kolar etwa alle 25 Minuten eine neue Tour und nach einer kurzen Einführung in das Leben der Sterne ging es schon zum ersten Rätsel: Vier Elemente aus dem Alltag der Kinder galt es zu identifizieren.

Beim Rätsel Nr. 2 wurde es schon schwieriger: welches der Elemente Kohlenstoff oder Silber entstand erst bei der Explosion eines besonders schweren Sterns am Ende seines Lebens? Hier half der Blick auf unsere „Zaubertafel“, nämlich das Periodensystem der Elemente, das dank seiner recht kindgerechten Darstellung und dieses ungewöhnlichen Namens auch Schüler*innen aus weiterführenden Schulen neugierig machte.

Die Kinder betrachten das durch eine Regenbogenbrille aufgespaltene Licht einer Glühbirne

Rätsel Nr. 3 stellte den Kindern die Frage, woher denn die Astronomen wissen, dass die chemischen Elemente, aus denen unsere Welt aufgebaut ist, in Sternen entstehen. Es ist das Sternenlicht selbst, was uns dies verrät. Als Beispiel betrachteten die Kinder mit einer „Regenbogenbrillen“ das Licht zweier „Ersatzsterne“ – einer Glühlampe und einer Energiersparlampe – einmal genauer: welche Lampe zeigt eher einen kontinuierlichen Farbverlauf, welche zeigt eher Liniencharakter? Was genau dahintersteckt, hielt das Film-Team der Explore Science in einem kurzen Film fest.

Das letzte Rätsel widmete sich dem Wasser auf der Erde. Hier sollten unsere Besucher einmal schätzen, wie tief ein planetenweiter Ozean auf der Erde wäre, wenn die Erdoberfläche im Vergleich zu ihrer jetzigen Oberfläche ganz glatt wäre. Da etwa Zweidrittel der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, war die Auswahl zwischen 3 Meter, 3 Kilometer und 300 Kilometer nicht einfach.

Am Ende konnten alle der insgesamt 350 Kinder erfolgreich das Schloss öffnen.

Vortrag: In ihrem Vortrag „Die Chemie der Sterne“ am Samstagvormittag nahm Carolin Liefke ihre Zuhörer*innen mit auf eine interaktive virtuelle Reise ins Innere der Sonne, um unter die Lupe zu nehmen, aus welchen chemischen Elementen die Sterne bestehen. Dabei stellten die großen und kleinen Expeditionsteilnehmer*innen nicht nur fest, wie selten die meisten chemischen Elemente tatsächlich im Universum sind, sondern auch, dass man nicht einfach zur Sonne fliegen, eine Probe Sonnenmaterie nehmen und sie untersuchen kann. Um die chemische Zusammensetzung der Sterne zu messen, greifen Astronom*innen daher auf die Methode zurück, um die sich auch das dritte Rätsel des Escape-Rooms drehte.

Wir freuen uns darauf, wenn wir im nächsten Jahr wieder mit astronomischen Mitmachexperimenten bei der Explore Science dabei sein können.

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