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    Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik

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    Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik

    Prof. Dr. Hanns Ruder und Dr. Dieter Husar mit einem Kleinplaneten geehrt

    5. Februar 2014

    Die Asteroiden (211343) Dieterhusar und (250164) Hannsruder tragen nun die Namen der beiden Begründer der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Jugendliche für Naturwissenschaft und insbesondere die Astronomie zu begeistern.
    Ansicht unseres Sonnensystems bis einschließlich Jupiter und mit den Umlaufbahnen beiden neu benannten Asteroiden schräg von der Seite, die grauen Säulen deuten die Neigungen der Umlaufbahnen gegen die Erdbahnebene an. Grafik erstellt mit EasySky/Matthias Busch Bild vergrößern
    Ansicht unseres Sonnensystems bis einschließlich Jupiter und mit den Umlaufbahnen beiden neu benannten Asteroiden schräg von der Seite, die grauen Säulen deuten die Neigungen der Umlaufbahnen gegen die Erdbahnebene an. Grafik erstellt mit EasySky/Matthias Busch [weniger]

    Die beiden Kleinplaneten wurden am 8. bzw. 10. Oktober 2002 mit dem 1,2-Meter-Teleskop am Michael Adrian Observatorium der Astronomie Stiftung Trebur entdeckt und erhielten zunächst die vorläufigen Bezeichnungen 2002 TJ68 und 2002 TM69, später wurden sie dann unter den endgültigen Nummern 211343 und 250164 in das Asteroidenverzeichnis des Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union aufgenommen. Ihre Umlaufbahnen liegen wie die der meisten Asteroiden zwischen denen der Planeten Mars und Jupiter. Beide benötigen etwas mehr als 4 Jahre für einen Umlauf um die Sonne und sind etwa 1-3 km groß.

    Als Namenspaten für die beiden Himmelskörper hat Entdecker Mike Kretlow die beiden Physiker und Begründer der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik ausgewählt: Prof. Dr. Hanns Ruder und Dr. Dieter Husar.

    Hanns Ruder wirkte bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2005 als Professor für Theoretische Astrophysik an der Universität Tübingen. Für seine Arbeiten auf dem Gebiet der starken Magnetfelder exotischer astronomischer Objekte wie Weißer Zwerge und Neutronensterne erhielt er ebenso wie für seine Verdienste um die Popularisierung der Einsteinschen Relativitätstheorie zahlreiche Preise. Aus seiner Forschungstätigkeit heraus gründete er außerdem mehrere Unternehmen. Dieter Husar war viele Jahre für internationale Unternehmen im In- und Ausland als Geschäftsführer und in leitenden Positionen in Forschung und Entwicklung sowie als Unternehmensberater tätig.

    Ihr Interesse für die Naturwissenschaften und insbesondere die Astronomie entdeckten Hanns Ruder und Dieter Husar bereits als Jugendliche. Als engagierter Amateurastronom hat sich Dieter Husar auch in Wissenschaftlerkreisen als Beobachter veränderlicher Sterne einen Namen gemacht.

    Gemeinsam riefen Hanns Ruder und Dieter Husar im Jahr 2006 die Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik ins Leben. Sie ist Träger des Projekts "Einstein on Tour", im Rahmen dessen Schülerinnen und Schüler aus ganz Deutschland die Relativitätstheorie interaktiv erfahren können. Außerdem betreibt sie mit SATINO und ROTAT mehrere über das Internet fernsteuerbare Teleskope am Observatoire de Haute Provence, die es Schülerinnen und Schülern ermöglichen, eigene astronomische Beobachtungsprojekte durchzuführen. Beide Observatorien werden außerdem bei Beobachtungskampagnen von Amateurastronomen eingesetzt, zum Beispiel zur Positionsmessung von Kometen und potentiell gefährlichen Asteroiden, zur Entdeckung weiterer Kleinplaneten, zur Vermessung von Asteroidenlichtkurven und Exoplanetentransits, zur Variabilität Aktiver Galaktischer Kerne und zur Modulation der Lichtkurven veränderlicher Sterne nach dem sogenannten Blazhko-Effekt.

    Das Haus der Astronomie in Heidelberg arbeitet mit der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik insbesondere bei der Betreuung der schulischen Nutzer der Teleskope zusammen.

    Die Würdigung ihres Engagements durch die Benennung der beiden Kleinplaneten nehmen Hanns Ruder und Dieter Husar zum Anlass, einmal mehr zu bekräftigen, wie wichtig die Förderung des naturwissenschaftlichen Interesses von Jugendlichen, der sich die Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik verschrieben hat, in der heutigen Zeit ist, denn die Jungforscher von heute haben die Ideen zu den Technologien von morgen.

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