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    Liefke, Carolin
    Carolin Liefke
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    Asteroidensuche: 2. Runde komplett

    Die zweite Asteroidensuche mit Schülern ist heute zuende gegangen

    14. Mai 2011

    Die zweite Runde der Pan-STARRS-Asteroidensuche ist mit reicher Ausbeute zuende gegangen: Insgesamt haben die 32 beteiligen Schüler- und Studentengruppen 290 Neuentdeckungen an die International Astronomical Search Collaboration (IASC) gemeldet. 23 dieser Asteroiden konnten in den Folgetagen weiter beobachtet werden und haben eine vorläufige Bezeichung ("Provisional designation") erhalten, darunter war sogar ein sogenanntes Near Earth Object, das die Erdbahn kreuzt.

    Die neun deutschen Gruppen waren sehr erfolgreich und haben insgesamt sieben der Asteroiden mit vorläufiger Bezeichnung gefunden. Gratulation an die Johann-Christian-Senckenberg-Schule in Runkel, das Heidelberger Life Science Lab, das Gymnasium Neckargemünd, das Luitpold-Gymnasium in München und das Benediktiner-Gymnasium Ettal!

    Diese sieben vorläufigen Entdeckungen konnten bis zu acht Tage nach ihrer Entdeckung noch von anderen Asteroidenbeobachtern verfolgt werden. Bei den Asteroiden 2011 HF15 (Life Science Lab), 2011 HR80 (Gymnasium Neckargemünd) und 2011 FY88 (Johann-Christian-Senckenberg-Schule) haben die Beobachtungsdaten sogar ausgereicht, um die Bahndaten so genau zu bestimmen, dass man ihre Umlaufbahn für die nächsten Jahre im voraus berechnen kann (Beispiel für 2011 HR80 siehe Abbildung oben). Inzwischen sind alle neu entdeckten Asteroiden durch die fortschreitende Bewegung der Erde auf Ihrer Umlaufbahn schon wieder zu weit entfernt und zu lichtschwach, um noch beobachtet werden zu können. Die nächste Gelegenheit, sie wieder aufzufinden, ergibt sich in einem knappen Jahr, wenn sie wieder in Opposition zur Erde stehen.

    Die Wahrscheinlichkeit, wiederentdeckt und identifiziert zu werden, ist dabei für die drei genannten Asteroiden am größten, aber auch die anderen vorläufigen Entdeckungen haben noch gute Chancen. Kann einer der Asteroiden über zwei oder drei Umläufe hinweg verfolgt und eindeutig der ursprünglichen Entdeckung der Schüler zugeordnet werden, erhält er eine fortlaufene Nummer und die Schüler werden offiziell als Entdecker der Asteroiden in die Datenbank des Minor Planet Center eingetragen. Da sich dieses Prozedere aber noch über mehrere Jahre hinziehen wird, heißt es für die Schüler nun Geduld haben - und sich bei einer der nächsten Kampagnen vielleicht erneut auf die Suche nach unbekannten Asteroiden zu begeben.

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