JuniorAkademie Baden-Württemberg

Die JuniorAkademie Baden-Württemberg – traditionell auch Science Academy genannt – ist ein Angebot für besonders begabte und motivierte Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 8 und 9, das weit über die Bildungspläne und die Möglichkeiten der Schule hinausgeht. In den Sommerferien arbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwei Wochen lang in Kursen mit Wissenschaftlern, Lehrkräften und Studenten zusammen, von denen sie in für sie neue Gebiete der Natur- und Geisteswissenschaften eingeführt werden. Durch diese Arbeit haben sie die Chance wissenschaftliche Standards und Grundregeln wissenschaftlichen Lernens kennenzulernen und zu praktizieren, ihre Kompetenzen im selbstständigen Wissenserwerb und in der Verarbeitung und Verknüpfung von Wissen zu verbessern, kooperative Arbeitsformen inklusive der Koordinierung von Arbeitsaufträgen zu erproben, Präsentationstechniken zu erlernen oder zu verbessern, Formen der schriftlichen Darstellung zu üben und ihre persönlichen Neigungs- und Fähigkeitsschwerpunkte zu erkennen. Neugierde, Kreativität und Freude am Entdecken und Lernen stehen im Vordergrund – auch über die Arbeit in den Kursen hinaus. In der verbleibenden Freizeit können literarische, soziale, musikalische und sportliche kursübergreifende Angebote („KüAs“) genutzt werden.

Ähnliche Angebote gibt es auch in anderen Bundesländern. Die Deutschen JuniorAkademien wurden 2003 von Bildung & Begabung, einer Initiative des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und maßgeblich gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, gemeinsam mit den Bundesländern Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und dem Saarland begründet. Als konzeptionelles Vorbild diente die Deutsche SchülerAkademie, die seit 1988 für Oberstufenschüler angeboten wird. Die Deutschen JuniorAkademien werden auf der Grundlage bestimmter Qualitätsmerkmale durchgeführt, die von der Kultusministerkonferenz zustimmend zur Kenntnis genommen wurden und einen hohen pädagogischen Standard sicherstellen.

Seit vielen Jahren bereichert das Haus der Astronomie das Kursangebot der JuniorAkademie Baden-Württemberg um Projekte aus der Astronomie und angrenzenden Wissensgebieten. Die behandelten Kursthemen reichten dabei von der Bedrohung der Erde durch Asteroideneinschläge über die interdisziplinäre Erforschung des Mars bis hin zum Start eines Stratosphärenballons. Von 2006 bis 2011 war HdA-Mitarbeiter Olaf Fischer Leiter des Astronomiekurses, ab 2008 kam Cecilia Scorza hinzu. Im Jahr 2012 übernahmen diese Aufgabe HdA-Mitarbeiterin Carolin Liefke und Dominik Elsässer von der Universität Würzburg.

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