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Asteroidensuche mit Schülern

Derzeit sind mehr als 500.000 Kleinkörper in unserem Sonnensystem bekannt. Die meisten davon laufen auf Umlaufbahnen um die Sonne, die zwischen denen der Planeten Mars und Jupiter liegen. Solche Asteroiden lassen sich nachweisen, wenn man Zeitserien von Himmelsaufnahmen betrachtet – von einer bis zur nächsten Aufnahme hat sich ein Asteroid darauf nämlich typischer Weise bereits etwas weiter bewegt. Mehrere wissenschaftliche Programme suchen mithilfe dieser Methode insbesondere nach den seltenen "Near Earth Asteroids", die der Erde potenziell gefährlich werden können.

Einige dieser Forschungsprogramme stellen ihre Beobachtungsdaten exklusiv der International Astronomical Search Collaboration (IASC) zur Verfügung, die Schülern und Studenten die Daten für die Suche nach bislang noch nicht bekannten Asteroiden zugänglich macht. Das Haus der Astronomie betreut Schülergruppen in Deutschland, die am Pan-STARRS-Asteroidensuchprogramm der International Astronomical Search Collaboration teilnehmen.

Die folgende Animation zeigt vier verschiedene Aufnahmen des Asteroiden 2011FX116, den Schüler der Johann-Christian-Senckenberg-Schule im Rahmen dieses Projekts entdeckt haben:

Eine Beobachtungskampagne der International Astronomical Search Collaboration dauert sechs oder sieben Wochen. Während dieser Zeit erhalten die teilnehmenden Schüler regelmäßig neue Bilderserien, in denen sie nach bislang unbekannten Asteroiden suchen. Die Asteroidensuche stellt eine einzigartige Möglichkeit dar, mit echten wissenschaftlichen Daten zu arbeiten und mit den Methoden der professionellen Astronomie echte Forschung zu betreiben. Außerdem lockt die Chance, sich im Universum zu verewigen: Kann die Entdeckung eines Asteroiden von anderen Beobachtern bestätigt werden, werden die Schüler auch offiziell beim Minor Planet Center der Internationalen Astronomischen Union als Entdecker eingetragen und erhalten das Recht der Namensgebung.

Ansprechpartner: Carolin Liefke, Telefon (06221) 528-226,
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