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    Natalie Fischer
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    Markus Pössel
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    Explore Science 2019 – Zeit

    Vom 21.-26. Mai fanden in diesem Jahr wieder die naturwissenschaftlichen Erlebnistage Explore Science im Mannheimer Luisenpark statt. Das Haus der Astronomie (HdA) war erneut mit zwei Stationen dabei.

    4. Juni 2019

    Einen Stand gab es für Grundschulkinder und einen für Schüler*innen der Jahrgangsstufe 5 bis 13. Ergänzt wurde das Angebot durch vier Workshops für Grundschulklassen und einen Vortrag für Schüler*innen der weiterführenden Schulen.An insgesamt 60 Mitmachstationen gab es für Kinder und Jugendliche  vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe viele Aktivitäten rund um das Thema „Zeit“ zu entdecken. Bei perfektem Wetter nutzten vor allem viele Familien das Wochenende für einen Besuch.  Die offizielle Besucherzahl lag bei rund 47 000 Besuchern.

    Grundschulstand: Die Station im Grundschulbereich des Parks stand unter dem Titel „Das Uhrwerk des Himmels“ und war inhaltlich in das internationale astronomische Bildungsprogramm UNAWE (Universe Awareness) am Haus der Astronomie eingebettet. Die Astronomieschule e. V. (ebenfalls am Haus der Astronomie) war erneut unser Kooperationspartner.

    An der Teilstation 1 ging es um die Fragestellung, ob der Tag wirklich 24 Stunden hat. Die Besucher fanden heraus, dass dem tatsächlich so ist, obwohl die Erde für eine Umdrehung um sich selbst nur 23 Stunden und 56 Minuten benötigt. Die zusätzlichen vier Drehminuten benötigt die Erde, da sie sich auf ihrer Bahn um die Sonne ein wenig weiterbewegt.

    Bei der Teilstation 2 konnte jedes Kind den von der Sonne beschienenen Mond um sich herum kreisen lassen und so die sich monatlich wiederholenden Mondphasen mit eigenen Augen sehen.

    Dass der Monat nicht immer gleich lang ist, wurde den Besuchern dann bei Teilstation 3 deutlich: hier wurde der Blick auf einen Jahreskreis mit den 12 Kalendermonaten geworfen. Hier galt es zunächst, die Monatsnamen und die Monatslängen auf die richtigen Puzzlestücke zu legen. In einem zweiten Schritt wurde nun untersucht, ob der „Mond“-Monat aus Teilstation 2 mit 29,5 Tagen Dauer genau 12-mal in ein Jahr passt. Das tat er nicht: daher haben wir immer zu wechselnden Zeitpunkten im Jahr Vollmond und das Osterfest, das am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling gefeiert wird, verschiebt sich jedes Jahr.

    Wie lang die Tage und Jahre auf unseren Nachbarplaneten aussehen, konnten die Besucher an der Bastelstation erfahren: Hier wurde eine Planetenuhr gebastelt.

    Weiterführende Schulen: Der Stand für weiterführende Schulen stellte das Haus der Astronomie in Zusammenarbeit mit dem Max-Planck-Institut für Astronomie und dem Sonderforschungsbereich SFB 881 der Universität Heidelberg. Das Motto des Standes war dabei „Alles dreht sich“, und gedreht wurde hier viel:

    An einem drehbaren Modell der Milchstraße konnten die Besucher die Entwicklung der Erde in galaktischen Jahren (das entspricht einer Umrundung des Sonnensystems um das Zentrum der Milchstraße) noch einmal live miterleben. Seit ihrer Entstehung hat die Erde etwa 20 Umrundungen des Milchstraßen-Zentrums geschafft, was währenddessen auf der Erde passierte, konnte man hier erfahren.

    An einer weiteren Station gab es eine außerirdische Uhr zu bewundern: Ein Pulsar, ein kleiner Überrest eines explodierten Sterns, dreht sich relativ schnell und sendet dabei Lichtpulse aus. Besucher konnten hier an einem Modell die Frequenz dieser Lichtpulse messen und so die Rotationsdauern dieser außerirdischen Uhr selbst ermitteln. 

    Vor dem Zelt gab es noch weitere Aktivitäten, zum einen konnten sich die Besucher auf eine Entdeckungstour durch die Geschichte des Universums begeben. Anhand von acht Tafeln konnte über 400 Meter die Geschichte unseres Universums vom Urknall bis heute erlaufen werden.

    Zudem gab es an allen Tagen eine Teleskopstation mit zwei Teleskopen vor dem Zelt. Hier hatten Besucher die Möglichkeit, live einen Blick auf die Sonne zu werfen.

    Vortrag: In seinem Vortrag nahm Markus Pössel die Zuhörer*innen mit zum Beginn der Zeit: Ausgehend vom Umstand, dass unser Universum expandiert, ging die Reise in die frühe heiße Phase unseres Kosmos - bis in jene Regionen, die die Wissenschaft derzeit noch nicht richtig beschreiben kann, hin zum Urknall!

    Workshop: In den vier Grundschul-Workshops „Ein kosmischer Geburtstagskalender“ stellte jedes Kind einen Kalender her, der die Position der Erde an seinem Geburtstag zeigt.

    Gerne erhalten Sie auf Anfrage detaillierte, schriftliche Informationen zu den einzelnen Experimenten.

    (Fotos: N. Fischer, R. Hubele)

    Wir freuen uns darauf, wenn wir im nächsten Jahr wieder mit astronomischen Mitmachexperimenten bei der Explore Science dabei sein können.

     
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