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    Liefke, Carolin
    Carolin Liefke
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    Asteroid 2012 DA14 beobachtet

    Aufnahmen mit dem ROTAT-Teleskop der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik

    18. Februar 2013

    Während am 9. Januar der Asteroid Apophis in sicherer Entfernung von etwa 15 Millionen km an der Erde vorbeizog, flog am 15. Februar der ein Jahr zuvor entdeckte 2012 DA14 mit einem Abstand von weniger als 28.000 km von der Erdoberfläche unterhalb der Bahnen geostationärer Satelliten entlang.

    Aufgrund dieser ungewöhnlich großen Annäherung hätte man den etwa 50 Meter großen Asteroiden in den Abendstunden mit einem Fernglas leicht auf seiner Bahn vom Osthorizont in Richtung des Himmelspols verfolgen können, allerdings war es in großen Teilen Mitteleuropas zur fraglichen Zeit durchgehend bewölkt.

    Mit dem über das Internet fernsteuerbaren 60cm-ROTAT-Teleskop der Stiftung Interaktive Astronomie und Astrophysik (Tübingen), das sich am Observatoire de Haute Provence in Südfrankreich befindet, gelangen aber dennnoch Himmelsaufnahmen von 2012 DA14. Auf den beiden hier gezeigten Fotos bewegt sich der Asteroid während der Belichtungszeit von jeweils 20 Sekunden von unten nach oben durch das Bild und zieht vor dem Sternhintergrund einen Strich. Die erste Aufnahme entstand um 21:50 Uhr MEZ, die zweite Aufnahme eineinhalb Stunden später um 23:15 Uhr MEZ. Die Asteroidenspur wird im Laufe der Zeit kürzer, da sich 2012 DA14 bereits wieder von der Erde entfernt und so die perspektivische Bewegung abnimmt. Das leichte Zittern der Asteroidenspur wird durch Luftturbulenzen ("Seeing") verursacht.

    Am Morgen des 15. Februar ging außerdem ein zuvor unentdeckter, kleinerer Asteroid über Rußland nieder und richtete massive Schäden an, wobei zahlreiche Menschen verletzt wurden. Mit 2012 DA14 hatte er allerdings nichts zu tun.

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