Perseiden 2017: Sternschnuppen mit Mondbegleitung

5. August 2017

Mitte August ist Sternschnuppenzeit: Wie in jedem Jahr lassen sich in diesem Zeitraum die Meteore des Sternschnuppenstroms der Perseiden beobachten, 2017 tritt allerdings der Mond als Störenfried auf.

Viele Sternschnuppen in lauen Sommernächten: Die Perseiden gehören zu den prominentesten Vertretern der Meteorströme. 2017 wird das Maximum in der Nacht vom 12. auf den 13. August erwartet, bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde werden dann zu sehen sein. Allerdings ist am 7. August Vollmond, und am 12. August geht der Mond bereits kurz nach 23 Uhr auf. Die der Erde zugewandte Seite des Mondes ist dabei zu 80% beleuchtet, so dass er den Himmel merklich aufhellt. Damit überstrahlt das Mondlicht voraussichtlich viele der schwächeren Sternschnuppen des Perseidenstroms, für deren Beobachtung ein dunkler Himmel erforderlich wäre. Es bleiben die helleren Leuchtspuren, der Eindruck eines Sternschnuppen-Regens wird sich aber in diesem Jahr wohl nicht einstellen.

Ansicht des östlichen Sternhimmels Mitte August gegen 1:00 Uhr nachts. Der Radiant, der Punkt im Sternbild Perseus, aus dem die Perseiden-Meteore zu kommen scheinen, ist entsprechend gekennzeichnet. Bild vergrößern
Ansicht des östlichen Sternhimmels Mitte August gegen 1:00 Uhr nachts. Der Radiant, der Punkt im Sternbild Perseus, aus dem die Perseiden-Meteore zu kommen scheinen, ist entsprechend gekennzeichnet. [weniger]

In den darauffolgenden Tagen geht der Mond immer später auf, Mitte August erst kurz nach Mitternacht. Weil ein Meteorstrom nicht scharf begrenzt ist, lohnt sich also auch noch ein paar Tage nach dem Maximum ein Blick an den Himmel, wenn das Wetter mitspielt. Beobachtet man an einem Ort, an dem wenig künstliche Lichtquellen stören, kann man im August hoch in südöstlicher Richtung das schimmernde Band der Milchstraße am Himmel erkennen, wenn der Mond nicht am Himmel steht. Die klaren Nächte im August werden damit zum beeindruckenden Himmelserlebnis. Optische Hilfsmittel werden nicht benötigt: Am besten beobachtet man die Sternschnuppen bzw. Meteore mit dem bloßen Auge vom Liegestuhl aus.

Wie stark der Strom der Perseiden tatsächlich ist und wie lange er um das Maximum herum andauert, lässt sich nicht genau vorhersagen - und das macht auch ein wenig den Reiz aus. Im nächsten Jahr wird das Perseidenmaximum übrigens deutlich weniger durch den Mond gestört.

Ein paar Wünsche mehr sollte man sich aber schon bereitlegen, denn die Perseiden können durchaus zahlreich sein. Denkt man sich die Bahnen der Leuchtspuren der Meteore am Himmel zu einem Ursprung zurück, scheinen diese ihre Bahn über den Himmel im Sternbild Perseus zu beginnen, daher der Name Perseiden. Zurückzuführen ist der Strom auf den Kometen 109P/Swift-Tuttle. Kleine Staubteilchen, die sich vom Kometen gelöst haben, treffen in diesem Zeitraum auf die Erde und ionisieren beim Eintritt in die Atmosphäre die Luft, was bei der Rekombination die Leuchtspuren hervorruft.

Weitere Informationen zu den Perseiden sowie anderen Meteorströmen und deren Beobachtung hat der Arbeitskreis Meteore  e.V. zusammengestellt, der als Fachgruppe das Thema innerhalb der Vereinigung der Sternfreunde e.V. betreut.